River. Die Toten und die Lebenden

Eine Welt am Fluss, die Welt in einem Dorf. Das Dorf ist der Hamburger Edelvorort Blankenese, ein altes Fischer- und Lotsendorf, das zu einem bevorzugten Wohnort des hanseatischen Establishments und der Neureichen geworden ist. Viele Lebenslinien haben hier ihren Anfangspunkt, sind wirtschaftlich oder in Leidenschaften verbunden (gewesen). So wie der Fluss fließt dieser Roman, enthüllt auf sensationell lässige Weise Menschen, Motive, Intimes – und ein filigranes Netz an Geschichten, Verbrechen, Verbindungen.

Amor, Kunsthändler mit Galerie in Zürich, ist in Hamburg-Blankenese aufgewachsen. Als sein Kompagnon Dempwolff unter dubiosen Umständen verschwindet, fährt er zurück ins »Dorf« seiner Kindheit, in das Haus, in dem seine Mutter im Sterben liegt. Eine Konfrontation mit einem Reeder, dem Amor die Zinsen für ein Darlehen auf das Haus schuldet, hinterlässt den Mann bewusstlos oder tot in einem Keller. Amor, wenig beunruhigt, wie es scheint, bandelt mit der Amerikanerin Sidney an, die mit Sohn Warren und Bodyguard/Lover John in das Haus gegenüber gezogen ist. Sidneys Mann Charles ist ein Finanzhai, ständig unterwegs, einer, der den Fluss des Geldes am Laufen hält. Dann spült die Elbe eine Leiche an Land: Ist es der verschwundene Reeder? Aus der Vergangenheit des Ortes meldet sich ein weiteres Thema: der kurze, heftige Auftritt der RAF in diesem Elbvorort und die Rolle, die eine junge Einheimische dabei spielte. Als schließlich noch Dempwolff mit 100 Millionen in der Tasche bei seinem Kompagnon Amor auftaucht, sind für kurze Zeit alle Flüsse zu einem vereint.

Stimmen zum Buch

»RIVER liest sich wie eine Netflixserie, die – so hofft man – auf mindestens acht Staffeln angelegt ist.«

»Blankenese und seine Revoluzzer. Eine fast vergessene Geschichte taucht wieder auf.«

»Ganz einfach ein verdammt guter Krimi.«

»Der Roman spielt mit bekannten Topoi, ob nun von Winslow, Larsson oder Proulx. Literaturkenner werden ihre Freude am Wiedererkennen haben.«