Neues vom Apfelmann

Alles rund um den Apfel von Eckart Brandt

Der Apfel ist der Deutschen liebstes Obst, da können sich Banane, Mango und Papaya noch so oft auf den Weg zu uns machen. Blöd ist nur, dass auch die Äpfel nun schon mit den Containerschiffen kommen. Blöd ist auch, dass wir damit an Geschmacks- und Artenvielfalt verlieren. Und dass das mehr Folgen hat, als nur ein paar alte Äpfel weniger im Angebot.

Alte Apfelsorten und Eckart Brandt, sie sind eine kaum noch zu lösende Verbindung eingegangen. Kaum jemand kennt die Sorten so wie er und seine weltweit vorhandenen Pomologenfreunde. Als er vor zwei Jahren auf der EXPO in Mailand war, um im deutschen Pavillon einen Film über ihn und seine Arbeit vorzustellen, hallte ihm schon auf dem Weg dorthin ein lautes „Papa di mele!“ entgegen. Man kennt ihn, ihn und seine Leidenschaft für die Äpfel.

Schmeckt!

Es ist eine runde Sache mit den Äpfeln und Eckart Brandt. Mag sein, dass sein Aussehen dazu beträgt, rund und rosig das Gesicht, umkränzt von einigen widerborstigen Haarzweigen. In seinem Buch – mit dem so simplen wie treffenden Titel SCHMECKT! – blickt er zurück auf 30 Jahre Apfelliebe. Trin Adelheid und Finkenwerder Herbstprinz kommen natürlich darin vor. Und etwa 100 weitere Sorten, die er für beachtenswert und wohlschmeckend hält. Eine anders als die nächste.

Er berichtet von den kasachischen Apfelurwäldern, von denen unsere Äpfel wohl abstammen. Er nennt die vier deutschen Klimazonen und welche Sorten wo gedeihen. Er erzählt von seinen Begegnungen und Beobachtungen auf den Spuren der Äpfel. Von den anderen Apfelsammlern. Von den Streuobstwiesen, alten Beständen in Hessen oder Brandenburg, von seinem eigenen Boomgarden-Projekt hinter Stade bei Hamburg. Ein ungemein ausführlicher Anhang lädt zum Besuchen und Bestellen ein – leicht lässt sich daraus eine Apfelroute zusammenstellen.

SCHMECKT! ist der Ausruf im Moment nach dem Anbiss, nach dem ersten Kauen und Nachschmecken. SCHMECKT! Süße oder Säure, was überwiegt? Im Buch pendelt das Angebot zwischen persönlichen Erlebnissen und Erforschtem, Wissenswertem und Erstaunlichem, Frühjahr und Herbst. Eckart Brandt lädt ein zu einer Reise durch sein Apfelland. Man liest ihn gern, ist er doch einer unser poetischsten Bauern.

Adressen finden sich im Buch aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, also auch Angaben für Österreich und die Schweiz. Und mehr noch: Geschichten, Apfelwissen, Medizinisches (Allergien), Sorten & Bäume, Gewusst wo.


Postkarten

Eine ganze Reihe von wunderbaren Postkarten finden Sie in unserem Shop. Die Aufnahmen sind von Judith Bernhard und von Dennis Williamson. Einige Karten zeigen historische Darstellunge unterschiedlicher Apfelsorten.

Mit einem Klick finden Sie alle Karten von und mit Eckart Brandt.


Die alten Sorten

Eben noch sitzt er auf dem roten Sofa, das der NDR unter seine Apfelbäume gestellt hat, dann muss er schon als deutscher EXPO-Botschafter nach Mailand aufbrechen… Aber auch im Norden tut sich was: Der BOOMGARDEN PARK entsteht.

Eckart Brandt meldet sich nun als Initiator des BOOMGARDEN PARKS zu Wort. 2012 wurden auf einem ehemaligen Maisfeld in Helmste bei Stade die ersten 500 Bäume gepflanzt: ALTE SORTEN von Äpfeln, Birnen, Kirschen und Pflaumen. Bis heute sind es fast 700 Anpflanzungen geworden – mit einer noch wachsenden Zahl von gut 270 Apfelsorten, 40 Birnen-, 40 Kirsch-, 20 Pflaumen- und einigen Quittensorten.

Wichtig war Eckart Brandt die Auswahl von interessanten, wichtigen und erhaltenswerten Sorten – die vielfach sonst nicht überleben könnten. Der BOOMGARDEN wird ein Sortenschatz – sein neues Buch ist das Schatzbuch dazu. Stilistisch folgt er im Buch seinem bewährten Mix: Gut erzählte persönliche Geschichten, genaue Sortenkunde – und diesmal auch wieder Rezepte zu leckeren Speisen!

Schon bald öffnet der BOOMGARDEN in Helmste seine Pforten noch weiter für Gäste und Interessierte. 2017 ziehen das Ehepaar Eckart Brandt und Judith Bernhard mit ihrem Betrieb dorthin und erweitern das Angebot für Besucher. Auch hierzu findet sich mehr in seinem neuen Buch.


Mehr über Eckart Brandt und sein Boomgarden-Projekt finden Sie auf seiner Homepage: Klick hier.