Das große Buch zur eigenen Stadt

HAMBURG – erdichtet, gezeichnet und gemalt. Erkannt. Erwischt. Erlacht. Rechts, links, oben und unten.

»Es ist gut, / behaupt‘ ich glatt, / wenn man in der Heimatstadt, / auch noch seine Heimat hat.« So dichtet Andreas Greve und findet laufend, pointiert und subtil Bemerkenswertes zu Hamburg. Til Mette, preisgekrönter Cartoonist, malt: Was Greve sieht und was er nicht sieht. Michel Löwenherz dazu, gestaltet gekonnt und immer »mit sonnigen Grüßen.« Drei machen ein Buch. Über Hamburg. Ihren Kiez.

Altengammer Anagramme, Fisch und Schiff in Altona, die Warenwelt in Bahrenfeld. Bei Greve bleibt kein Wort ungenutzt, der Fahrrad-Dichter aus Ottensen dichtet frech, frank und forsch. Böse? Nicht doch: »Linden, die sich finden.« »Zur Krokette drängt die Ente.«

»Oberbaudirektor Walter / Geht’s noch, Alter?« Wenn er den Reimomaten anwirft, wird es ebenso achtersinnig wie humoristisch und treffend. Schlepper versenkt. Dicht dran an Hamburg. Dichter als normal. Greves Besuche in den Stadtteilen sind Til Mette Anlässe zu eigenen Belichtungen: Kongenial diametral. Er findet, was Greve schon gefunden hat, aber noch nicht benannt hat. Wie es sein muss, um eine dichte Hommage an Hamburg dichter zu machen. Baugeschehen, Gemüt und Zustand sind von Mette gemalt ebenso zu sehen wie von Greve erdichtet: »Was Politiker vergaßen«… DICHTER AN HAMBURG!

»In Lurup steht so manches Haus, / das sieht so wie das andre aus.« Schluss des Gedichts. Greve hat schon gedichtet, Mette schon gezeichnet, und dann kommt Löwenherz. Er setzt Reim und Bild zusammen und gegeneinander. Schiebt beides noch dichter ran an Hamburg. Ran an unsere Stadt.


»Til Mette kann die ganze beknackte Welt erklären. In einer einzigen Zeichnung. Grandios.« Olli Dittrich